Herzlich Willkommen auf der Internetseite der Initiative zum Schutz der Gräber von Opfern des NS-Terrors!

Die Gräber der Opfer des NS-Terrors auf deutschen Friedhöfen sind von der Abräumung bedroht! Wenn das Gräbergesetz nicht rasch geändert wird, bedeutet dies, dass die Grabmale von Opfern der NS-Zeit entsorgt werden.

Die Lösung dieses Problems wäre einfach: Der deutsche Bundestag müsste lediglich beschließen, die Ruhestätten der Opfer des NS-Terrors zu Ehrengräbern zu erklären. Dann wäre eine ewige Ruhefrist gewährleistet.

Der Bundesrat den Bundestag einstimmig aufgefordert, genau dieses zu tun. Doch bislang ist nichts passiert.

Deshalb setzen wir uns als Bürger_innen dieses Landes für eine rasche und umfassende gesetzliche Neuregelung ein. In Absprache mit entsprechenden Verbänden wenden wir uns in einem ersten Schritt mit einem Brief an die zuständige Ministerin, Kristina Schröder.

Auf dieser Internetseite möchten wir Sie und Euch über die Hintergründe, unsere Initiative und die Möglichkeiten informieren, die es gibt, sich für den Erhalt der Gräber einzusetzen.

Vielen Dank für das Interesse!

Aktuell: Rundgang zu den Gräbern verfolgter Roma in Frankfurt/Main

Ausgrenzung – Erinnerung – Mahnung:

Rundgang zu Gräbern von Sinti und Roma und anderen NS-Opfern

Freitag, 20. März 2015, 16:30 Uhr

Frankfurter Hauptfriedhof
Treffpunkt: Eingangsbereich am Hauptportal
Eckenheimer Landstraße 194
60320 Frankfurt am Main

Um den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft in besonderer Weise zu gedenken und für zukünftige Generationen die Erinnerung daran wach zu halten, welche schrecklichen Folgen Krieg und Gewaltherrschaft haben, werden ihre Gräber dauerhaft erhalten – so schreibt es das Gesetz vor. Doch wem dieses dauerhafte Ruherecht zu Teil wird, ist im Gräbergesetz genau festgelegt. Nicht dazu zählen beispielsweise die Gräber von Sinti und Roma, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden, dieses Vernichtungssystem aber überlebten.

Im Umgang mit den Grabstätten von Opfern des Nationalsozialismus spiegeln sich die Erinnerungskultur in Deutschland sowie geschichtspolitische Debatten in der Bundesrepublik in besonderer Weise wider. Die Gestaltung der Anlagen, die Platzierung der Grablagen und der Pflegezustand wecken nicht selten den Anschein einer fortgesetzten Ungleichwertigkeit. Nicht zuletzt sind auch Friedhöfe, die zwar als Orte des Friedens und Gedenkens gedacht sind, soziale Räume und als solche mitunter Schauplätze von Ausgrenzung, Anfeindung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Inwiefern es eines anderen Umgangs mit den Gräbern von NS-Verfolgten auf inländischen Friedhöfen bedarf und wie Ansätze dafür aussehen können, möchten wir bei dem Rundgang erörtern. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, den Frankfurter Hauptfriedhof als einen Ort des Gedenkens kennenzulernen und gemeinsam ein Zeichen der Anerkennung der Opfer, insbesondere der Sinti und Roma zu setzen.


Der Rundgang ist ein Angebot des Landesverband Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Kooperation mit der Regionalgruppe Rhein-Main von Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V., dem Förderverein Roma in Frankfurt, der Initiative zum Schutz der Gräber von Opfern des NS-Terrors und den Grünen im Frankfurter Römer. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Rückfragen können Sie sich an Anna Turré wenden, Tel: 069-94490715, Email: schule-hessen [at] volksbund.de.